GR: Verteidigungsminister zieht in den Krieg

Der Ministerpräsident Georgios Papandreou hat heute bei seiner Kabinettsumstellung seinen einstigen innerparteilichen Rivalen um den Parteivorsitz, Evangelos Venizelos das Wirtschaftsministerium angeboten. Welches einige als den undankbarsten Posten der Welt bezeichnen.
Evangelos Venizelos nahm an und ließ in seiner ersten Pressekonferenz verlauten, dass es „Eine Frage nationaler Verantwortung“ für ihn gewesen sei. Und ergänzte mit der Aussage: „Ich gehe weg vom Verteidigungsministerium und ziehe in den wirklichen Krieg”.

Ob er nun wie sein Vorgänger weiterhin das griechische Volk bekriegen will oder sich eventuell gegen das weltweit agierende Bankensystem vorgehen, wird sich zeigen.
Sein besagter Vorgänger Jorgos Papakonstantinou bekommt das Energieressort, da gibt es mit dem Stromwerken – einer der wenigen Staatsunternehmen die noch Geld in die leeren Kassen gespühlt hat – so einiges zu verkaufen und hat Gelegenheit weiterhin den schwarezen Peter der griechischen Politik zu spielen.
Venizelos, der als einer der klügsten Politiker Griechenlands gilt, bezieht eine starke Position im Kabinett und gewisse Unabhängigkeit vom Ministerpräsidenten, was auch als notwendig betrachtet wird. Denn in der PASOK gärt der Widerstand gegen das Spardiktat der Troika. Was zu Austritten im Parlament geführt hat und die knappe Mehrheit weiter dezimiert.
Ich sehe die Beförderung Venizelos eher mit gemischten Gefühlen. Zum einen ist er zum scheitern verurteilt, weil die Schulden steigen werden und dieses mit nichts zu Vermeiden ist. Zum anderen fehlt ein richtiger Patriot und nicht- Bilderberger im demnächst vieleicht wichtigsten Ressort, dem Verteidigungsministerium. Die letzten Truppenbewegungen der Türkei in Richtung Izmir beantwortete der als Pragmatiker geltende Venizelos in dem er Kampfflugzeuge in die Region verlegte.
Wie ich in den anderen Artikel bezüglich der Türkenkeule bzw. den causus beli Drohungen von Seiten der Türkei bezüglich der einseitigen griechischen Gas- und Ölförderung in der Ägais erwähnte, erwarte ich für die nächsten Monate mindestens eine kleine millitärische Auseinandersetzung in der Region. Der Imiakonflikt (die unbewohnte Insel ist nur wegen ihren Bodenschätzen von unsagbaren Wert, seltenen Erden) und aber auch die Zyperninvasion, brachten eine untypisch griechische Duckpolitik zum Ausdruck und machten sie zur Regel als Antwort auf die Zuhälterpolitik des ehemalls guten Freundes bzw. Lakaien der USA. Ehemals, weil der Sultan vom Bosborus in den Staaten und Israel nicht mehr als bedingungsloser treuer Freund gilt und insbesondere bei der Suche nach neuen Verbündeten Israel die Rechte der Griechen und Zyprioten entdeckt hat. Die Region ist ein Pulverfass eben weil sie reich an Bodenschätzen ist und sich die ehemalls Verbündeten sich weiter von einander entfernt haben.
Die Karten sind zwar- so sollte man meinen – neu gemischt, doch was es für Griechenland bedeutet hat sich auf die Verbündeten zu verlassen, haben die beiden besagten griechisch- türkischen Krisen gezeigt, Verrat. Verat derVerbündeten und womit ich auch mit diesem Blog hinauswill Verrat der eigenen Politiker.
Quellen:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6551570,00.html

http://www.faz.net/artikel/C30770/neuer-griechischer-finanzminister-entscheidungsfreudiger-vollblutpolitiker-30442109.html

http://article.wn.com/view/2011/06/17/Ich_ziehe_in_den_wahren_Krieg/

http://www.handelsblatt.com/politik/international/evangelos-venizelos-papandreous-rivale-und-retter-/4295806.html

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2 Antworten to “GR: Verteidigungsminister zieht in den Krieg”

  1. dondon Says:

    Das Problem ist leider, dass man wenig vom Thema versteht. Leider springen sie von einem Begriff zum anderen, was es erschwert den roten Faden dieses Posts ausfindig zu machen.
    Außerdem benutzen Sie zu viel Neologismus. Ich denke, gerade das macht den Post etwas unverständlich…

    • Danke für die Kritik. Roter Faden für Sie in Stichworten:
      – Gegenspieler Papandreous steigt quasi vom Verteidigungsministerium in das Wirtschaftsministerium auf.
      – Venizelos glit zwar als schlau und patriotisch ist aber wegen der schlechten Wirtschaftssituation als Wirtschaftsminister zum scheitern verurteilt.
      – P. entledigt sich so eines Rivalen, durch ein zum Untergang verdammten Unterfangen.
      – Gleichzeitig kann das fehlen Venizelos im Verteidigungsministerium die Kontinuität griechischer Regierungen gegenüber der Türkei fortsetzen. Ducken und um Hilfe bei der Mutter USA betteln.

      Wenn das nicht ausreicht stehe ich Ihren Fragen gerne zur Verfügung.

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