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Spiegeltittelblatt: Nachruf auf eine gemeinsame Währung

Posted in Allgemein with tags , , , , , , , , , , , , on 19. Juni 2011 by django7

Mit dem Titel „plötzlich und erwartet“ und „Nachruf auf eine gemeinsame Währung“ macht der Spiegel deutlich das der Euro am Ende ist bzw. begraben wird. Der Grund dafür natürlich die Griechen, was aus dem Titelblatt ersichtlich wird.

..und wer ist es Schuld? Diee Griechen! Sarg mit Griechischer Flagge

Auch in dem heutigen Artikel „Griechenlands Woche der Wahrheit“ in der Onlineausgabe des Spiegel, wird nochmal deutlich gemacht, das das Schiksal des Euros ausschließlich an den Griechen hängt: “ Venizelos muss Griechenland vor dem Bankrott retten, er muss gigantische Löcher stopfen, er muss sanieren und modernisieren. Ansonsten droht nicht nur sein Land, sondern gleich ein ganzer Kontinent auseinandergerissen zu werden.“

Dieser Artikel der aus vier Teilen besteht wird auch auf den Konflikt der Streitparteien innerhalb der EU/ BRD eingegangen. Besonders kontrovers wird in den letzten Wochen über die „freiwillige“  Einbeziehung privater Gläubiger gestritten. Wofür eben Finanzminister Schäuble steht.

Das Schäuble eher einem Diktat der Deutschen Bank untersteht wird aus diesem Beitrag des WDR (Monitor) deutlich.

Wie auch immer, das ganze läuft unter dem Gesichtspunkt der Griechenlandrettung. Ich habe mittlerweile gelernt Schlagzeilen bzw. politische Slogans so zu lesen so das in den meisten Fällen das gegenteilige daraus zu verstehen ist. Sie streiten also nicht um die Rettung GR sondern um die Zerfleischung bzw. Ausbeutung. Freiwillig verschenkt keiner Geld, hinter dieser Beteiligung steckt viel mehr. Wenn man diese Forderung mit der Meinung einiger Gegner (Kazakis,Theodorakis etc) des Diktats zu kombinieren vermag.

Und was die Intention der tragischen Verpackung der heutigen Ausgabe des Spiegels mit dieser Logik zu entnehemen ist? Ganz einfach, die Trauer um den Euro ist geheuchelt und der Spiegel hat seinen Teil zur Beerdigung  beigetragen. Insbesondere mit solchen erfundenen Geschichten, wie über einen uminöses Treffen in Luxenburg wo der Austritt Griechenlands aus der Eurozone diskutiert worden seien soll. Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou wies einen möglichen Austritt des Landes aus der Euro-Zone zurück. „Solche Szenarien bewegen sich an der Grenze des Kriminellen [..] Ich fordere jeden in Griechenland und im Ausland, und speziell in der EU, auf, Griechenland in Ruhe seine Arbeit machen zu lassen.“

Den Spiegel wollten sogar einige verklagen, weil das Zocken gegen Griechenland daurch erst wieder an Fahrt bekommen hat, somit die Schulden stiegen und gleichzeitig der Euro im Vergleich zum Dollar wieder fiel.

„Wir wollen nicht, dass der Euro-Raum ohne Grund explodiert“, warnte der Eurogruppen-Chef Junker als es um diese Ente des Spiegel ging. Mit anderen Worten der Euro wird explodieren aber nicht wegen der Griechen, könnte man jetzt glauben. Ich glaub garnichts mehr weder den Märchen des Spiegels – der den Anspruch als Qualitätsmedium erhebt – aber auch keinem Junker oder Papandreou die beide ja bewiesener Maßen Lügner sind.

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